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Aus dem Gemeinderat:

Haldenwang, den 24. 09. 2020

Vorstellung der Planentwürfe für das Baugebiet

„Beim Mühlenbauer“ in Börwang


Nachdem es zunehmend Nachfragen von Gemeindebürgern nach Wohnbauflächen gab, beschloss der Gemeinderat Haldenwang Ende 2019 die Aufstellung des Bebauungsplanes „Beim Mühlenbauer“ in Börwang. Bei der durchgeführten Bedarfsabfrage, die bis Ende Mai lief, hatten 93 Bauwillige, davon 61 aus Haldenwang, ihr Interesse angemeldet. Dies war für den Gemeinderat der Anlass drei Planungsbüros zur Abgabe eines Vorentwurfs für die Entwicklung der Fläche aufzufordern. Die Vorgaben waren unter anderem, dass ein allgemeines Wohngebiet mit Grundstücksparzellen von 500 bis 750 qm entstehen, eine Teilfläche als Rodelhang ausgewiesen werden soll und auch Aspekte wie Barrierefreiheit, Verkehrsberuhigung, die Gestaltung der öffentlichen Wege und Plätze und nicht zuletzt auch der Winterdienst eine Rolle spielen soll. Auch der mögliche Standort für ein Mehrfamilien- bzw. Mehrgenerationenhaus sollte einbezogen werden.


Die Planungsbüros stellten nacheinander ihre Ideen in der Gemeinderatssitzung am 15.09.2020 vor.


Alle Planungsbüros weisen auf das „bewegte Gelände“ mit einem starken Gefälle hin. In einigen Punkten ähneln sich die Vorentwürfe. So wurde in allen drei das Baugebiet in zwei Teile gegliedert – einem unteren Teil im Westen und einem oberen Teil im Osten. Der Rodelhang wurde in unterschiedlicher Ausprägung berücksichtigt. Spielgeräte und Aufenthaltsräume für die Kinder sind ebenfalls in allen Entwürfen vorgesehen.

 

Die Planer äußern sich zu ihren Vorschlägen wie folgt:

 

Büro Sieber, Stadtplanung – Landschaftsplanung, Lindau

Aus der Sicht von Herrn Brockhoff vom Büro Sieber, Stadtplanung – Landschaftsplanung, Lindau, ist die Erschließung bzw. sind die Wegeverbindungen von besonderer Bedeutung.

Das Baugebiet wurde zweigeteilt. Der Rodelhang bleibt im oberen Bereich erhalten. Insgesamt sind 29 Einfamilienhäuser mit Satteldach und ein zweigeschossiges Mehrfamilienhaus mit Walmdach vorgesehen. Das Mehrfamilienhaus mit 6 – 8 Wohneinheiten und Tiefgarage ist im südwestlichen Bereich platziert. Die kleineren Grundstücke sind im Kernbereich und die größeren Grundstücke am Randbereich vorgesehen, so dass ein schönerer Übergang zur freien Natur erfolgen kann. Ein 4,00 m breiter Randstreifen zur vorhandenen Bebauung könnte den Nachbarn zum Kauf angeboten werden. Durch die zweigeteilte Planung entsteht ein Grünkorridor.

 

Landschaftsarchitekt W. Müller, Kempten 

Herr Müller führt aus, dass er das Baugebiet in zwei Bereiche eingeteilt hat. Im unteren Bereich sind Einfamilienhäuser mit einer dichteren Bebauung vorgesehen. Es besteht auch eine Option zur Bebauung mit Doppelhäusern. Sinnvoll ist eine zweigeschossige Bauweise mit Satteldach. Das Mehrfamilienhaus hat seinen Standort im unteren Bereich. Die ‚Erschließung ist ringförmig vorgesehen Die Grundstücksgrößen betragen im unteren Bereich 620 – 680 qm und im oberen Bereich 700 – 750 qm. Insgesamt ergeben sich 36 Grundstücke.

Im oberen Bereich steht eine Grünfläche als Quartierstreff zur Verfügung. Der Verkehr innerhalb des Baugebiets wird über zwei Ringstraßen geleitet.

 

KlingConsult Planungsbüro, Augsburg

Das von Frau Fürstenberg vorgetragene Konzept sieht eine lockere Einzelhausbebauung vor. Das Baugebiet gliedert sich in 2 Abschnitte. Das verknüpfende Element stellt der Rodelhang dar. Vorgesehen sind 34 Grundstücke sowie ein Grundstück für das geplante Mehrfamilien/Mehrgenerationenhaus im zentralen Bereich angeordnet. Denkbar wäre eine Bebauung mit zwei bis drei Geschossen und ca. 8 Wohneinheiten. Zudem sieht das Konzept im zentralen Bereich eine Verdichtung mit zweigeschossigen Doppel- und Einfamilienhäusern vor.

Die Erschließung erfolgt für den östlichen Abschnitt über die vorbereiteten Anschlüsse von der „Fleschützer Straße“. Der westliche Abschnitt wird über eine kurze Stichstraße über die Straße "Im Moos" erschlossen. Der bestehende Regenwasserkanal soll umgelegt und im Bereich des Rodelhangs offen geführt werden (Bach). Die Wegeverbindung mit dem begleitenden Bach wird durch Baumpflanzungen als lockerer Ortsrand gestaltet.

 

Ein Beschluss zu den Vorschlägen soll in der Sitzung am 13. Oktober 2020 gefällt werden.

 

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