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Haushalt 2022 vom Gemeinderat verabschiedet

Haldenwang, den 27. 04. 2022

 

Der Haushalt 2022 wurde am 05. April 2022 vom Gemeinderat verabschiedet. Dieser sieht im Verwaltungshaushalt Einnahmen und Ausgaben in Höhe von jeweils 7.966.600 € (Vorjahr: 8.576.873 €) und im Vermögenshaushalt Einnahmen und Ausgaben in Höhe von jeweils 6.005.600 € (Vorjahr 4.546.400 €) vor. Der Gesamthaushalt beläuft sich somit auf insgesamt 13.972.200 € (Vorjahr: 13.123.273 €).

Die Steuereinnahmen, insbesondere beim Anteil der Einkommen- und Umsatzsteuer, entwickeln sich positiv. Dennoch ist in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie und vor allem des Ukrainekrieges mit größeren Auswirkungen auf die Wirtschaft und somit von einer sinkenden Gewerbesteuer auszugehen. Ferner bekommt die Gemeinde Haldenwang für dieses Jahr keine Schlüsselzuweisungen aus mangelnder Steuerkraft, da in den letzten beiden Jahren die Steuereinnahmen sehr hoch waren. Aufgrund dieser hohen Steuereinnahmen muss nun die Gemeinde eine um rund 300.000 € höhere Kreisumlage an den Landkreis zahlen. Aufgrund der aktuellen Situation und der hohen Inflationsrate muss die Gemeinde hingegen mit deutlich höheren Kosten im Unterhalt und der Bewirtschaftung rechnen.
Der Überschuss des Verwaltungshaushaltes (Zuführung an den Vermögenshaushalt) fällt daher mit 553.600 € um rund 1 Mio. € geringer aus als im Vorjahr (1.660.008 €).

Für 2022 sind folgende Investitionen geplant:
Für die Ausstattung, Mobiliar, Digitalisierung/EDV sind im Rathaus 163.000 € vorgesehen. Die Schule bekommt eine Lüftungsanlage und einen Unterstand für die Bushaltestelle für insgesamt 804.600 €, die Sporthalle 2 bekommt nochmals einen neuen Sportboden für 410.000 €, da der letztjährig eingebaute neue Sportboden feucht und wellig wurde. Das Naturbad erhält eine Sanierung für rund 100.000 €. Des Weiteren werden rund 1 Mio. € in die Ortsentwicklung in Haldenwang und die Gemeindestraßen im Gemeindegebiet investiert. Ferner ist ein Teil der Erschließung des Baugebietes „Beim Mühlenbauer“ mit rund 500.000 € vorgesehen. Der Breitbandausbau durch die Telekom wird in diesem Jahr noch 217.500 € kosten und damit ihren Abschluss finden. Ferner hat die Gemeinde die fünf PV-Anlagen von der Erneuerbaren Energien GmbH abgekauft (207.700 €) und betreibt diese nun selbst. Die Einspeisevergütung fällt damit auch der Gemeinde zu. Für das Gasthaus Sonne ist eine Dunstabzugsanlage für rund 150.000 € vorgesehen. Für den Erwerb von Grundstücken sind 650.000 € eingeplant. 305.000 € gibt es für die Planung und den Abriss des ehem. Gasthof Hirsch. Für die Errichtung eines Lagerstadels in Börwang sind 345.000 € und für die Einrichtung eines Bürgertreffs in Börwang 150.000 € eingeplant. Ferner sind noch Mittel für Restarbeiten z. B. zum Abschluss des Umbaus/Anbaus vom Kindergarten Börwang und beim Brauchtumszentrum in Haldenwang vorgesehen, zusammen rund 215.000 €.

Die größten Einnahmen im Vermögenshaushalt sind die Rücklagenentnahme mit 3,329 Mio. €, die Zuschüsse in Höhe von rund 900.000 €, u. a. für die Lüftungsanlage in der Schule, den Breitbandausbau, für das Brauchtumszentrum und das Bauvorhaben des ehem. Gasthof Hirsch. Grundstücksverkäufe sind mit 572.000 € sowie Erschließungs- und Anschlussbeiträge für das Baugebiet „Beim Mühlenbauer“ in Höhe von rund 310.000 € eingeplant. Die Zuführung vom Verwaltungshaushalt beläuft sich auf bereits erwähnte 553.600 €.

Trotz des immensen Investitionsvolumens, das es auf Rekordniveau bringt, kommt die Gemeinde weiterhin ohne Schulden aus. Die Rücklage zum 31.12.2021 in Höhe von 6,8 Mio. € resultiert aus Überschüssen, die in den letzten Jahren aufgebaut werden konnte und jetzt genutzt werden. Denn 3,3 Mio. € müssen in diesem Jahr entnommen werden, um den Haushalt auszugleichen.

 
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