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Sanierung des Wuhrdamms an der Leubas – ehemaliger Wagegger Weiher

Haldenwang, den 08. 07. 2021

 

 

Der Freistaat Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Kempten, führt ab Mitte Juli 2021 notwendige Sanierungsarbeiten am Wuhrdamm durch.

Der Damm südöstlich von Börwang ist ein historisches Bauwerk aus dem späten 17. Jahrhundert. Damals diente der Damm dem Aufstau des Wagegger Weihers und somit der Fischzucht des Fürststifts Kempten. Im Zuge der Säkularisation wurde der See aber abgelassen, die Grundstücke der Einstaufläche verkauft und seitdem landwirtschaftlich genutzt. Das Dammbauwerk ist 100 m lang, 10 m hoch und hat zwei Durchlässe (Grund-/Hochablass). Durch den Grundablass fließt ganzjährig die Leubas. Bei starken Niederschlägen und hohen Abflüssen wirkt dieser Gewölbedurchlass als Drossel, wodurch sich die ehemalige Einstaufläche langsam füllt und die unterhalb des Damms gelegene Ortschaft Stielings (Gemeinde Lauben) vor Hochwasser schützt. Etwa sechs Meter über dem Grundablass, am anderen Damm-Ende, befindet der Hochablass, der als Hochwasserentlastung dient. Ab einem bestimmten Wasserstand wird dadurch gezielt Wasser abgeführt, um ein Versagen des Dammes zu verhindern.

In den vergangenen Jahren wurden die beiden Durchlässe, sowie der Aufbau des Dammkörpers durch Bohrungen, Sondierungen und Laboranalysen untersucht. Es stellte sich heraus, dass die Anforderungen an die Standsicherheit des Damms nicht den heutigen Stand der Technik erfüllen. Daraufhin wurden verschiedene Möglichkeiten zur Ertüchtigung geprüft und folgende Maßnahmen geplant:

Zunächst wird der alte Hochablass zurückgebaut und durch einen neuen Wellstahldurchlass ersetzt. Hierfür ist eine bis zu 6 m tiefe Baugrube mit speziellen Sicherungsmaßnahmen erforderlich. Für diesen Zeitraum muss die über den Damm führende Gemeindeverbindungsstraße (OA12-Leupolzer Straße) vorübergehend aufgebrochen und somit für jeglichen Verkehr gesperrt werden. Eine Umfahrung ist über Börwang-Stielings-Leubas oder Wildpoldsried-Betzigau-Leupolz möglich.

Anschließend wird im zweiten Bauabschnitt am Fuß des Damms eine Drainage eingebaut, die im Einstaufall ein Durchnässen und dadurch bedingtes Abrutschen des Erdkörpers verhindert. Danach wird ein großer Teil der nördlichen Dammböschung mit einer Zusatzlast in Form einer Steinschüttung beschwert, um das Eigengewicht des Dammes zu erhöhen und dem Wasserdruck bei einem hohen Einstau entgegenzuwirken.

Abschließend werden alle Flächen wieder mit Humus überdeckt, begrünt und in die Landschaft eingebunden.

 

 

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